Carloforte, Isla San Pietro 2011

Segeln, Schlemmen und Meer

29.09.2011 – 06.10.2011  Segeltörn Carloforte, Isla San Pietro

Tag 1

Am Anfang war das Feuer..... äh oder  doch die Gartenstuhl Airlines.

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v.l.nr. Rudi,Rowi,Dirk,Andy,Wickie,Horst

 

Also von Weeze (NRW) ging’s ab nach Cagliari,

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 wo passenderweise der  Fahrer auf uns wartete und mit seinem typisch italienischen Ferraristi Fahrstil  pünktlichst zur Fähre transferierte. In Portovesme angekommen, noch schnell eine Zigarette  für die die es brauchten, und  schon fanden wir uns auf der Fähre Richtung Carloforte wieder.

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E s dämmerte bereits ein wenig und die Urlaubsstimmung  verdrängte immer mehr den Reisestress. Im Hafen von Carloforte angekommen  konnten wir  -nach einigen hundert Metern gehen- unser Boot übernehmen. Die Bootsübergabe erfolgte entspannt, freundlich  und in Englisch. Während die Skipper den Papierkram erledigten, gingen die anderen vier Männer bunkern. Ein kleiner Supermarkt unweit der Marina wurde auserkoren, uns mit dem Nötigsten versorgen zu dürfen.

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Leider stellten wir fest, dass „ein Rucksack“ zu wenig  Platz bietet für  Wasser, Lebensmittel, Getränke, Getränke,  und Getränke. Und so kam der freundliche Marktleiter spontan auf die Idee uns seine Einkaufswagen zur Verfügung zu stellen.

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 Es war schon ein seltsames Gefühl mit  zwei Einkaufswagen durch eine sardische Hafenstadt zu ziehen. Nach dem alles an Bord verstaut war, konnten wir uns auf unseren Magen konzentrieren. Wir hatten eine Super- Pizzeria ausgemacht, wo man preiswert urig und gut essen kann.

Die Gasse war so klein, das wir fast Nackenschläge vom Aussenspiegel der Autos bekamen, die –gottlob- selten vorbeifuhen. So klang der Anreisetag gemütlich aus.

 

 2 Tag

Nach einem guten Frühstück  machten wir uns mit dem Boot vertraut und der Skipper führte  mit uns die Sicherheitsunterweisung durch.Nach alle dem waren wir schon ganz heiss unseren Racer zu besegeln. Das Wetter war wie gemalt. Nachdem wir Rasmus den ersten Grappa gewidmet hatten, legten wir ab.

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Nach den ersten Stunden unter Segel waren wir alle recht zufrieden das alles so gut lief. Und so machten wir uns an das nächste Manöver : Ankern in einer schönen Bucht mit dem Namen Guidi.

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Hier konnten wir das Dinghi ausprobieren und uns in den paradisieschen Sand legen. Nach relaxten 90 Minuten ging es in einem großem Bogen wieder zurück nach Carloforte .Die 98 m² Segelfläche und der uns wohlgesonnene Wind brachten uns eine Menge Spass. Im Hafen angekommen, noch schnell angelegt und das Boot klar gemacht,konnten wir uns dem zweiten Teil unseres Motto´s widmen: Schlemmen! Nachdem wir uns am ersten Abend eine famose Pizza gegönnt hatten wollten wir am zweiten Abend Me(e)r. So kehrten wir also in ein schickes Ristorante an der Promenade ein und liessen es uns gut gehen.

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3.Tag

Die Nacht war ruhig und das Frühstück gut, so dass wir ausgeruht und entspannt in den Tag starteten. Nach Begutachtung des Wetterberichtes gab der Skipper das Tagesziel bekannt: TEULADA- Hafen. Und so ging es um 10:00 Uhr aus dem Hafen von Carloforte in südlicher Richtung mit halben Wind auf Kurs Kap de Teulada. Die ersten 2 Std. machten wir unter Segel gut Strecke.

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 Gegen 12:00 Uhr wurde der Wind stärker, vor allen in den Böen so dass wir Groß und Genua reffen mussten. Am ersten Etappenziel dem Kap Sperone  angekommen, wurde ein geplanter Kurswechsel in südöstlicher Richtung vorgenommen. Von da an hieß es kreuzen. Wir machten zwar große Schläge kamen aber kaum voran. Nur langsam kamen wir dem Kap Teulada näher. Zudem war es auch ein Risiko sich in diesen Gewässern zu bewegen, da die See vor dem Kap militärischer Sicherheitsbereich war. Aber wir hatten ja Samstag und Glück, das kein Militär anwesend war. Nach langer Kreuz  -sie dauerte ca. 4,5 Std-  erreichten wir den Hafen von Teulada.

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Kap Teulada

 

Hier muss erwähnt werden, dass dieser Hafen sehr windanfällig ist und auch erfahrene Skipper bis hin zum Hafenmeister mitunter Probleme beim Anlegen haben können. Wir hatten auch unsere Probleme aber auch Glück das alles gut ging. So waren wir alle erleichtert und erschöpft als wir den Anleger „de Teulada „ trinken konnten.

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Und da wir das Motto Segeln und Schlemmen hatten, ging es nach einer Ruhepause mit dem Taxi ins ca. 8 Km entfernte Teulada. Der Taxifahrer sprach sehr gut Deutsch und kannte sich bestens -nicht nur auf Sardinien sondern auch in Duisburg und Umgebung- aus. Er empfahl uns – und das zu Recht- ein gutes Ristorante.

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Da direkt neben der Lokalität auch noch ein kleiner Supermarkt war, konnten wir unsere Vorräte an Bord wieder auffüllen.

Und so ging auch dieser wunderschöne, wenngleich auch sehr anstrengende Tag vorbei.

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 4.Tag

Wie immer fing der Tag mit einem ausgiebigen Frühstück an.Das allerdings mussten Wir unter Deck zu uns nehmen, da es im Hafen eine morgendliche Wespenplage gab.

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Gut gestärkt kümmerten wir uns wieder intensiv um das Boot, da wir in der kommenden Nacht keinen Hafen anlaufen, sondern in einer kleinen Bucht vor Anker gehen wollten.Also ran an´s Werk und das Boot gesäubert , alle Tanks gefüllt und auch unter Deck wurde mal wieder klar Schiff gemacht (wie übrigens jeden Morgen!)Im Anschluss ging es wieder aufs Meer. Dort fuhren wir zu Beginn erstmal verschiedene Manöver wie Wenden unter Motor auf der Stelle, Boje über Bord mit Motor und im weiteren Verlauf auch unter Segel. Es wurde die Q-Wende eingesetzt und auch die Regatta- Halse. Der Weg zu der kleinen Bucht war nicht sehr weit und so konnten wir uns auch mal intensiver um die Seemannschaft kümmern.

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 Nach gut 4,5 Std kreuzen vor dem Kap de Malfatano gingen wir gegen 16:50 Uhr in der Bucht Tuerredda vor Anker.

Dort angekommen wurde das  Boot  „liegefest“ gemacht und ab ging ‘s mit dem Dinghi  zum Strand in die POSEIDONBAR. Hier wurde ausgiebig dem Meeresgott Tribut gezollt.

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Die beiden jüngsten erklärten sich schnell bereit zurück auf ‘s Boot zu gehen um den Göttern der Kochtöpfe mit entschlossenen handeln und Geschick ein schmackhaftes Abendessen zu entlocken.

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Nach dem guten und reichhaltigen Essen stellten wir den Ankerwachplan auf, so dass einige von uns früh in die Koje gingen.     

Die Nacht war sternenklar und das Wasser ruhig. Die Ankerwache war für kein Team ein Problem, mal abgesehen von der teilweise überfallartig einsetzenden Müdigkeit.

 

5.Tag

Der neue Tag fing mit einem ausgiebigen Bad im hellblauen Meer mit Frischfisch an. 

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La Dolce Vita trifft den Nagel auf den Kopf. So kann man das Gefühl beschreiben welches wir hier an diesem wunderschönen Ort erleben durften. Auch wenn es schwer fiel, so mussten wir diesen schönen Platz wieder verlassen um auf zu neuen Abenteuern aufzubrechen. Nächstes Ziel war die Bucht Porto Pino. Um dorthin zu gelangen mussten wir einmal um das militärische Sperrgebiet segeln. Nachdem gut 90 minütigem Segeln bei 0-1 Bft und zusätzlicher „Motorbrise“, wurden unsere Pläne von einem Schnellboot der italienischen Marine zerstört.

Sie fuhren ziemlich schnell auf uns zu und machten mit Handzeichen  verständlich, dass wir das Funkgerät auf Kanal 10 Stellen zu stellen haben.

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 “Enif Enif Enif please leave this area for your own security for more than three miles over the military zone. Please take course 180 degrease!!!!”

 Damit war klar, dass wir unser angestrebtes Ziel nicht mehr erreichen konnten und so fuhren wir unter Motor zurück nach Carloforte .4,5 Stunden unter Motor lassen viel Zeit für Phantasien: was wäre gewesen, wenn.....???

Unterwegs sahen wir noch einen Schweinswal, eine recht große Schildkröte und einen Zerstörer (der war fensterlos!). Ach ja, nach unserem „Rendezvous“ hatten wir auf einmal kein GPS-Signal mehr. Die Antenne, die achtern angebracht war, hatte sich wohl irgendwann verstellt, da die Schrauben nicht  fest genug angezogen waren. Durch diesen Umstand konnte der Skipper sein ganzes erworbenes Wissen über Navigation in die Tat umsetzen und den Interessierten von uns viel lehren. Kurz vor dem Hafen Carloforte erkannten wir den Fehler und die Antenne wurde wieder richtig aufgestellt.

 6.Tag

De letzte Tag auf See begann mit Flaute.

Die Fahrt führte uns an die kleine Insel Piana vorbei zum „Zuckerhut von Sardinien“. Und da wir viel Zeit und noch weniger Dünung hatten konnten wir uns hinter dem Boot herziehen lassen und mittels eines Beiliegers  im Meer schwimmen gehen. 

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So endete irgendwann am späten Nachmittag der schöne Tag auf dem Mittelmeer und wir machten uns auf den Weg zur Übergabe des Bootes im Hafen.

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Nachdem wir uns alle aufgehübscht hatten ging es zum letzten Mal auf unseren kulinarischen Rundweg durch Carloforte.

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lecker Essen macht Spass

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ein müder Skipper

Und so endete auch der letzte Abend mit glücklichen und total entspannten Männern die eine Woche lang eine sehr schöne Zeit hatten.

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Ciao bella Carloforte alla prossima 2012!!!