🛶 Törnbericht: „Drei Tage, ein Plattboden und eine Crew mit Charakter“
📅 29.05.2026 – 31.05.2026
🗺️ Route: Gaastmeer → Langehoekspolle → Enkhuizen → Stavoren → Langehoekspolle → Gaastmeer

Mehr Fotos sind HIER zu finden.
👨✈️ Die Crew
- Skipper: Reinhold – der Mann, der wusste, wo’s langgeht (meistens)..aber stimmlich außer Gefecht.
- Coskipper: Norbert – offizieller Bestätiger aller Skipperentscheidungen
- Maschinist: Dirk – Hüter der Technik und gelegentlicher Motorflüsterer
- Sprachrohr des Skippers: Ralf – übersetzt Befehle in verständliches Deutsch (manchmal) und Lautsprecherverstärker des Skippers
- Grillmeister: Serge – zuständig für alles Essbare… mit Abenteuerfaktor
- Leinenarbeit: Michael – Knotenprofi und Seilversteher
- Fenderarbeit: Jörg, Ewald & Jürgen – Spezialisten für alles, was befestigt, gesichert oder irgendwo „mal eben“ gehalten werden muss
- Blinder Passagier: Brigitte – plötzlich da, schnell integriert, unverzichtbar 😄
Tag 1 – Ablegen mit Stil (und leichtem Nervenkitzel)
📍 Gaastmeer → Langehoekspolle
Unter der strengen, aber stets charmanten Führung von Skipper Reinhold wurde in Gaastmeer abgelegt. Ralf sorgte dafür, dass aus „Backbord achteraus fieren!“ zumindest etwas wurde, das alle verstehen konnten. Skipper Reinhold musste krankheitsbedingt im Flüstermodus agieren – was auf einem Segelboot ungefähr so praktisch ist wie ein leiser Nebelhornersatz.
Das erste Ablegemanöver: ein kleines Meisterwerk zwischen Präzision und Improvisation. Norbert nickte zustimmend, was allgemein als „alles läuft nach Plan“ interpretiert wurde.
Der Wind war… eigenwillig. Während Dirk sicherstellte, dass wenigstens der Motor wusste, was zu tun ist, kümmerte sich Michael um die Leinen – teilweise so kunstvoll geknotet, dass sie fast als Deko durchgingen.
Am Abend erreichte die Crew die Langehoekspolle. Serge eröffnete die Grillsaison mit seiner berühmten Spezialität „leicht angekohlt mit Röstaroma“. Die Pfänderkolonne (Jörg, Ewald und Jürgen) bewies ihre Stärke beim Festmachen – oder zumindest beim sehr engagierten Festhalten.
Brigitte war da plötzlich einfach dabei – keiner wusste genau wie, aber keiner stellte Fragen.
Tag 2 – Große Fahrt, große Worte, große Wendemanöver
📍 Langehoekspolle → Enkhuizen
Frisch gestärkt (Kaffee: stark, Brot: fragwürdig) ging es Richtung Enkhuizen. Der Wind war jetzt motivierter – im Gegensatz zu Teilen der Crew.
Reinhold gab klare Anweisungen, die Ralf mit beeindruckender Kreativität weitergab. Norbert bestätigte weiterhin alles – ein Fels in der Brandung der Unsicherheit.
Das Segeln lief… interessant:
- Dirk überwachte alles, was brummen konnte
- Michael kämpfte erfolgreich mit jeder Leine
- Die Pfändertruppe hielt Dinge fest, die sich teilweise gar nicht bewegen wollten
Ein besonderes Highlight war die berühmte Wende, die kurzzeitig wie ein Kunststück aus dem Ballett wirkte. Kommentar von Reinhold:
👉 „Das machen wir jetzt immer so.“
In Enkhuizen angekommen fühlte sich die Crew wie Weltumsegler. Es wurde flaniert, gegessen und stolz geguckt.
Abends an Bord: Serge lieferte erneut kulinarische Spannung. Brigitte hatte sich inzwischen vollständig integriert und genoss den Status „mysteriös, aber wichtig“.
Danach folgte der kulturelle Höhepunkt des Tages:
1. Erste Station: „’t Ankertje“ 🍻
Hier wurde stilvoll eingekehrt. Die Crew testete intensiv die lokale Flüssignahrung und stellte fest:
👉 Navigation wird nach dem dritten Getränk eher theoretisch.
2. Abschluss: Dijk 82 🍺
Der krönende Abschluss des Abends.
Die Mission: „Nur noch ein Bier“.
Das Ergebnis:
👉 Niemand hatte mehr Durst. Wirklich niemand.
Die Rückkehr zum Boot erfolgte geschlossen – wenn auch nicht mehr ganz synchron.
Tag 3 – Rückweg mit Erfahrung (angeblich)
📍 Enkhuizen → Stavoren → Langehoekspolle → Gaastmeer
Der Rückweg führte über Stavoren zurück Richtung Heimat. Überraschung: Die Crew wirkte plötzlich eingespielt!
- Reinhold steuerte souverän
- Norbert nickte professioneller denn je
- Ralf formulierte Befehle mittlerweile fast verständlich
- Michael knotete jetzt absichtlich richtig
- Jörg, Ewald und Jürgen brauchten nur noch halb so viel Chaos für doppelt so viel Wirkung
In Stavoren wurde kurz durchgeatmet – einmal wenden, einmal winken, weiter ging’s.
Der letzte Stopp an der Langehoekspolle fühlte sich fast schon vertraut an. Serge nutzte die Gelegenheit für ein finales Aufschnitt tasting.
Die Rückkehr nach Gaastmeer verlief erstaunlich kontrolliert. Kein Anstubsen, kein Schrammen – ein Moment, der vermutlich in die Geschichtsbücher des Plattbodens eingeht.
⚓ Fazit
Diese Crew hat bewiesen:
- Mit Reinhold am Steuer und Ralf am Mikro passiert immer irgendwas 😄
- Norbert sorgt dafür, dass sich alles wie ein offizieller Plan anfühlt
- Und ohne Serge wäre die Moral deutlich schlechter (und der Hunger größer)
👉 Gaastmeer → Langehoekspolle → Enkhuizen → Stavoren → zurück
war nicht nur eine Route, sondern ein echtes Mannschaftsabenteuer.
Endergebnis:
Keine Verluste, viele Geschichten, und eine klare Erkenntnis:
👉 Diese Crew fährt wieder. Und dann noch besser. (Vielleicht.)